Dieser Ofen spendet nicht nur Wärme für das Treppenhaus und benachbarte Räume, sondern fungiert selbst als ein minimalistisches Einrichtungsobjekt. Der Ofen wird zum integralen Bestandteil der Architektur mit einem Mehrwert für die BewohnerInnen.
Macht es Sinn ein Treppenhaus mit einem Ofen auszustatten? Kaum ein Raum in einem Haus ist so offen gestaltet und von Zugluft und verschiedenen Lufttemperaturen beeinträchtigt wie ein offenes Treppenhaus. Das geschossübergreifende Wärmekonzept ist hier architektonische und funktionale Lösung in einem: Wie eine Himmelsleiter winden sich die hölzernen Treppenstufen scheinbar um die Ofenkonstruktion herum nach oben. Im Obergeschoss wird der Ofen dabei durch eine Regallösung optisch fortgeführt. Durch diese geschossübergreifende Gestaltungslösung wird der Ofen zum verbindenden Element zwischen den Wohnebenen. Als Kontrast zum im Haus allgegenwärtigen Holz wurde Rohstahl gewählt. Durch die Kombination dieser beiden konträren Materialien und die beeindruckende Höhe der Gesamtgestaltung wirkt der Ofen wie ein skulpturales Objekt.
Das Urteil der Jury: Auf der Suche nach neuen Trends beim Ofenbau ist die Jury bei dem eingereichten Entwurf von Ofenbauer Hendrik Kraus aus Kolbermoor (D) fündig geworden. Der Ofen scheint integraler Bestandteil des Treppenhauses zu sein und wird sogar in Form eines Regals im 1. Stock fortgeführt. Die Nutzung eines Ofens in einem offenen Treppenhaus macht grundsätzlich Sinn, zumal dies ein neue, architektonische Variante ist, um der aktuellen Vorgabe zu entsprechen, den Schornstein möglichst in Firstnähe auszuführen.
Hendrik Kraus, Kolbermoor, Deutschland
www.ofenbau-meister.de